Eine unterirdische Geschichte
- Augora Fermente

- 23. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit

Während oberirdisch die Welt im Jahres-Endspurt loszieht, herrscht sotteraneo bereits Ruhe. Die Würmer und Wühlmäuse sind in tiefere Erdschichten abgetaucht. Sie trauen den Klimawandelversprechungen noch nicht, was wenn es doch friert.
Die letzten Krauthappl wurden vor Wochen gezogen, die Karotten sind schon längst Geschichte. Nur hin-und-wieder finden sich ein paar vereinzelte Rüben. Wurden sie gar vergessen – ratsch – „Ade Rauna“ ruft ihnen die Haferwurzel nach und erklärt der Steckrübe „da macht einer Borschtsch zu Weihnachten.“ Beleidigt kontert die Steckrübe „aha… und ich bin wohl nicht fein genug für die Herrschaften da oben“.
Die Haferwurzel zuckt die Schulter. Sie ist froh, dass sie im Trubel nicht mitspielen muss. Die nächsten Monate ist sie mit ihren Wurzelwerk-Kollegen die uneingeschränkte Herrscherin im Erdreich. Wie eine Glucke breitet sie ihre Wurzeln aus und gibt all den Boden-Mikroorganismen Schutz und nährt sie.
Die Eintracht stört nur das neu verlegte Glasfaser-Kabel. Um Weihnachten herum ist auch dieser Verkehrsweg der Überlastung nahe. Nein, nicht Weihnachtsgrüsse fliegen hier vorbei, sondern Spoofing und Phising Mails aus Troll-Fabriken. Sie sollen helfen, die Menschen in ihrer Weihnachtsmilde, um Geld zu erleichtern.
Das weiß der Apfelkern, der seit einiger Zeit versucht sich festzusetzen. Er hat lange Zeit als gesunde Jause in einer Bank gearbeitet. "Wenn es nicht bald regnet", schlottert das dünne Kernchen, "dann ist es aus mit mir."
„Morgen regnet’s, übermorgen schneit’s, überübermorgen kommt die Sonn herbei“ erklingen die aufmunternden Worte.
Rumpelstilzchen? Nein, Topinambur.
Frohe Feste!




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