Es geht um die Wurst
- Augora Fermente
- vor 6 Stunden
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Die Wurst ist ein wesentlicher Teil der Identität des deutsch-sprachigen Raumes. Als Österreicher nicht nur kulinarisch, sondern auch sprachlich.
Sie ist Synonym für Gleichgültigkeit: Eh wurscht. Wurscht wie. Mir ist‘s wurscht.
Sogar ein Gefühl leitet sich davon ab und lässt sich zu diesem Behuf sogar in eine Spritze bannen, damit einem sicher alles wurscht ist.
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Aber die Wurst vertritt auch das genaue Gegenteil, nämlich wenn „es um die Wurst geht“ oder jemand eine Extraswurscht einfordert. Also ned ganz wurscht.
Wo alles ein Ende hat, hat sie gleich 2 und als Schimpfwort ist sie natürlich auch in Gebrauch, wenn jemand a Würschtl ist oder noch spezifischer gar eine blöde Blunzn.
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Die berühmteste Wurst, die Frankfurter, wird hierzulande als Import deklariert ist, während der Rest sie als Wiener Würstchen hier vorortet.
Schuld ist der Erfinder, ein nach Wien immigierter Frankfurter, der seine Würste als „Original Wiener Lahner-Frankfurter Würstel“ bezeichnet. Also bitte, was jetzt… ned ganz wurscht.
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Schon in der Antike wurde gewurstet. Der Gebrauch der Därme als natürliche Verpackungshülle, um Lebensmittel aufzubewahren ein genialer Wurststreich. In den Därmen sitzt ein Bakterium, das Staphylococcus carnosus, das sich wahnsinnig über proteinreiches Futter freut. Zum Dank belohnt er mit jeder Menge freier Aminosäuren, die für ein feines umami Aroma sorgen.
Seine Spezialität ist die Umwandlung von Nitrat in Nitrit. Damit nicht nur die Farbe schön bleibt, sondern auch die Wurst haltbar wird. Alle Dauerwürste somit ein Produkt der Fermentation.
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Wieso geht es hier um die Wurst? Weil wir neben einer Auswahl von Wurst auf unserer Wochenkarte (sogar die Sarma Krautwickler könnte man als solche verstehen)…. ab Ende Jänner in Zusammenarbeit mit der Fleischerei Ringl auch Wurst-Kurse anbieten.
Der erste Kurs ist schon vollgebucht, deshalb haben wir prompt noch einen zweiten im Jänner aufgemacht.
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Wem das wurst ist, der interssiert sich vielleicht für Fisch. Wir haben noch ein paar freie Plätze am 20.1. mit Marc Mössmer, Wie filetiert man einen Biofisch
