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-jiang


Not macht erfinderisch. Was bei uns im Sinne der Nachhaltigkeit eingefordert werden muss, war früher eine Selbstverständlichkeit.

Bevor etwas auf dem Misthaufen landet, wird geprüft, ob man es noch essen kann.

 

So entdeckten die alten Griechen bereits, dass wenn sie Fischabfälle in der Sonne stehen lassen, es zu gären beginnt. Die Enzyme in den Fischdärmen sorgen dafür, dass es zu einem Verdauungsprozess und zu keinem Fäulnisprozess kommt. Das Ergebnis: Garum

 

Fast zeitgleich schimmelte Getreide im Reich der Mitte und bevor man es entsorgte, hat einer gekostet. Und es schmeckte köstlich: 曲 (qū / qu).

 

Der Weg vom ersten Schimmelkorn zu Koji, der Basis für Misos, Würzsaucen & Sake war sicherlich nicht immer fehlerfrei. Bis heute gibt es einen eigenen Beruf, der Wächter des Schimmels. Sein Ziel: schöner, guter Schimmel!

 

JIANG suffiziert alle Produkte in diesem Zusammenhang. Gochujang & Doubanjang deren berühmteste Vertreter. Aber auch Sojasaucen sind -jiangs. Hört sich chinesisch an, ist es auch. Lang bevor die Japaner ihre Misotöpfe randvoll füllten, fermentierten die Chinesen auf Yin komm raus.

 

Das Land, das seinen Wiederaufstieg u.a. dem Kopieren von Produkten verdankt, als eigentlicher Kreator dessen, was heute in aller Munde ist: umami. Das Wort hat dann auch noch ein Japaner geprägt. Umami, japanisch für wohlschmeckend.

 

Dabei heisst wohlschmeckend auf international "mmmmhhhmmm"

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