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Mischen possible


Dass "wir bleiben unter uns" Denken

keinen evolutionären Vorteil bietet, haben engmaschige Fortplanzungsdiktate wie etwa bei den Habsburgern oder Rothschild ausgiebig bewiesen.

 

Mischen hat Stil, Klasse und Historie.

 

Die antike Mythologie ist voll von Geschichten des Mischens. Leda, die sich auf einen Schwan einlässt, dann ein Ei legt, fast fad kamen nur Menschenkinder raus. Spannender die Paarungen, die zur Chimäre, Medusa oder dem Höllenhund Kerberos führten.

 

Auch in der Küche sind wir dankbar, um all die Mischversuche, die die Natur unterstützt von der Gärnterinnung für uns parat hält. Ein wunderbares Beispiel ist Cime die Rapa. Hierzulande mit dem wenig aufregenden Namen Stängelkohl bedacht, hat es sich schon phonetisch aus dem Rennen geschossen. Ein Fehler! Denn was aussieht wie ein ausgewachsener, nicht aufgegangener Brokkoli ist tatsächlich eine gustatorische Herrlichkeit. Nussig, senfig und zart-bitter – braucht man eigentlich fast nicht mehr tun, als es mit etwas Knoblauch zu brat-dünsten.

In Fermenten ein Überhammer, weil der sonst etwas harte Stängel nachdem unsere Laktobazillen mit ihm fertig sind, eine zarte Delikatesse ist.

 

Naja – ein Juchhe auf die Italiener, die diesem Gemüse einen so schönen Namen gaben und es für uns erhalten haben. Und eine Aufforderung an alle Gärtner – bitte bauen Sie mehr davon an. Es gedeiht auch hier ganz wunderbar. Achten Sie aber drauf, dass sich das in der Raupen-Community nicht herumspricht. Die stehen besonders auf Cime di Rapa.

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