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Feta selber machen

11. Aug.
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 16. Sept.

selbstgemachter Feta

Ein Blick in den Paradiesgarten der Fermentation


Neben mir wohnt eine Kuh. Genauer gesagt, mehrere. Noch genauer gesagt, wohne ich temporär neben ihnen. Jeden Tag um 5 Uhr morgens wummert die Melkmaschine los. Heute erledigt sie, was früher der Hahn verantwortete. Alle werden aus dem Schlaf gerissen.


Aber hey – das Landleben kennt kein Erbarmen, die Alm keine Sünde und die Kuh keinen Urlaub. Sie muss gemolken werden, sonst bekommt sie eine Euterentzündung. Dann schreit sie viel lauter, als eine Melkmaschine das je machen könnte.


Der Vorteil dieser bovinen Nachbarschaft sind jede Menge hervorragende Rohmilch, direkt gezapft. Und nachdem unsere derzeit liebste Speise Feta & Meli ist, und der aus dem Supermarkt irgendwie fad schmeckt, warum nicht Kuhfeta selber machen?


Der einfache Weg zu köstlichem Feta


Die heißen Temperaturen habe ich mir zu Nutze gemacht. Nach No-Bake-Cakes und No-Knead-Bread kommt hier ein No-Heat-Cheese. Und so geht's: Wer die Gelegenheit und Muße hat, sollte unbedingt probieren. Es war SOOOO gut!


Zutaten:


  • 2-3 Liter Rohmilch

  • 2-3 EL fertigen Milchkefir

  • Eine Messerspitze Lab

  • Salz


Die Zubereitung


  1. Milch vorbereiten: Die Milch auf 30 Grad bringen und den Milchkefir einrühren. Eine Stunde stehen lassen. In meinem Fall habe ich die Milch gar nicht erhitzt, sondern einfach in die Sonne gestellt. Bei sommerlichen Außentemperaturen ideal. Sie hatte dann genau 34°C – das war perfekt.


  2. Lab hinzufügen: Nach einer Stunde eine Messerspitze Lab in etwas Wasser auflösen und in die lauwarme Milch einrühren. Nicht lange rühren, eher kurz verteilen und dann den Löffel in die Mitte setzen, damit die Milch schnell zur Ruhe kommt.


  3. Ruhen lassen: Den Topf (es war schon früher Nachmittag) an einem ruhigen, schattigen Ort eine Stunde stehen lassen. Das Lab dickt die Milch ein, sie bekommt eine feste, puddingartige Konsistenz.


  4. Schneiden und rühren: Mit einem Messer den "Pudding" (fachfräulich: Bruch) in kleine Quadrate schneiden. 5 Minuten warten. Dann mit einem Schneebesen langsam rühren. Die Bruchquadrate werden über einen Zeitraum von 20 Minuten immer wieder gerührt, bis sie so groß sind wie der Nagel eines kleinen Fingers.


  5. Molke abgießen: Die Molke abgießen und die kleinen Bruchstücke am besten in einer Käseform ablegen. Wer keine hat, nimmt ein Tuch und ein Sieb. Ich habe das Ganze etwa 2-3 Stunden abtropfen lassen und dabei jede Stunde einmal den Käse in der Form gewendet, damit er gleichmäßig zusammenbackt.


  6. Salzlake vorbereiten: Am Schluss habe ich eine 6% Salzlake (60g pro Liter Wasser) vorbereitet. Dort kommt der Käse nun für 2 Tage hinein. Das Gefäß steht bei Raumtemperatur. Jetzt startet die eigentliche Fermentation, und der Käse geht sogar leicht auf und bekommt die charakteristischen Löcher.


  7. Nachreifen: Nach den 2 Tagen in der Salzlake im Kühlschrank nochmal 2-3 Tage nachreifen lassen und dann genießen!


Videoanleitung Feta selber machen



Bildergalerie



Fazit: Ein Genuss für den Gaumen


Die Herstellung von Feta ist nicht nur ein handwerklicher Prozess, sondern auch ein sinnliches Erlebnis. Ihr Mikrobiom wird es lieben, Ihr Gaumen auch. Mit frischer Rohmilch und etwas Geduld entsteht ein köstlicher Käse, der jede Mahlzeit bereichert. Probieren Sie es aus und entdecken Sie die wunderbare Welt der Fermentation!

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